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15 Jahre Goll-Orgel: Festkonzert am 3. Oktober 2021 um 17 Uhr

Dekanatskirchenmusiker Johannes Krutmann spielt Werke von Dupr, Weitz und McMillan

Dekanatskirchenmusiker Johannes Krutmann (C) privat Anlsslich des 15. Jubilums der Orgelweihe der Goll-Orgel findet am Sonntag, den 3. Oktober um 17 Uhr ein Orgelkonzert in der Liebfrauenkirche in Hamm statt. Dekanatskirchenmusiker Johannes Krutmann spielt dann ein Programm, dass auch Orgelkennern einige Repertoireentdeckungen verspricht.

Im Mittelpunkt steht zunchst der 50. Todestag von Marcel Dupr, dessen elegisches „Cortge et litanies“ zu hren sein wird. Weniger bekannt sind einige Zeitgenossen Duprs wie z. B. Guy Weitz, Ernest MacMillan oder Jaromir Weinberger. Sie reprsentieren einen jeweils eigenen Orgelstil, der durch verschiedene Einflsse und Lebensumstnde - darunter auch Migration, Flucht und Verfolgung - geprgt sind. So werden z. B. in der „Dedication“ von aus Prag stammenden jdischen Komponisten Jaromir Weinberger (1896 - 1967) fnf Prophetinnen des Alten Testamentes in originellen Charakterstcken vorgestellt. Neben dem kleinen Jubilum der Orgelweihe soll damit zugleich des groen Jubilums von 1.700 Jahren jdischen Lebens in Deutschland gedacht werden.

Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt ergibt sich durch drei Bearbeitungen des Marienhymnus „Ave maris stella“, die in Bearbeitungen von Edward Grieg, Naji Hakim und des jungen Organisten und Komponisten Thorsten Maus in Variationen erklingen werden.

Thorsten Maus ist auch als Komponist in einem neuen Orgelbuch vertreten, dass anlsslich der 15. Orgelweihe auf Initiative von Krutmann in Krze erscheinen wird, mit dabei sein wird u. a. auch der aus Hamm stammende Komponist und Pianist Christoph Althoff, der heute in Linz (sterreich) lebt.

Seit 2006 ist die Goll-Orgel zu einem wesentlichen Kulturtrger der Orgelmusik in Hamm und weit darber hinaus geworden. Mehr als sieben berregionale Konzertfestivals haben in den letzten Jahren hier Station gemacht, die renommiertesten Namen der Orgelszene wie Olivier Latry, Stephen Tharp, Wolfgang Seifen, Ben van Oosten oder Wayne Marshall waren hier oft mehrfach zu Gast, die Bandbreite reichte dabei von alter Musik ber franzsische Sinfonik bis zu Stummfilmimprovisationen und Urauffhrungen der Avantgarde.

In der Liebfrauenkirche gilt das bewhrte Hygienekonzept, die Sitzpltze sind ausgewiesen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, zum Ein- und Ausgang ist eine entsprechende Mund- und Nasenabdeckung zu tragen, der Eintritt ist frei.